Die Premicon AG wird sich bis auf Weiteres aus dem Neuemissionsgeschäft zurückziehen und keine weiteren Fonds am Markt platzieren. Stattdessen konzentriert sich das Unternehmen auf seine Geschäftsbereiche Assetmanagement und Dienstleistungen im touristischen Bereich, in denen die Kompetenzen schon seit Firmengründung 1998 konsequent und umfassend ausgebaut wurden. Grund für diese Neuausrichtung ist das Negativimage der geschlossenen Fonds im Allgemeinen und der Schiffsbeteiligungen im Besonderen. „Obwohl die Zahlen seit Jahren das Wachstum in der Kreuzfahrt belegen, wird dieser Markt von der Fondsbranche aktuell als Teil der krisengebeutelten Frachtschifffahrt wahrgenommen“, erläutert Alexander Nothegger, Vorstand der Premicon AG. Die bestehenden Fonds und Gesellschafter werden unverändert in gewohnter Qualität betreut.
Im Rahmen der Fondskonzeption ist die Premicon von Beginn an sehr tief in den kompletten Ablauf eines Schiffsbetriebes eingestiegen. Daraus entstand ein Geschäftsmodell, das über die Fondsverwaltung im herkömmlichen Sinne weit hinaus geht. Durch die Übernahme der Köln Düsseldorfer Deutsche Rheinschiffahrt AG hat sich der Initiator hohe Kompetenz im nautischtechnischen Bereich angeeignet. Hinzu kam das eigens mit erfahrenen Partnern gemeinsam entwickelte Hotel- und Cateringkonzept. Nicht zuletzt hat die Premicon auch stets den Bau der Schiffe intensiv begleitet und auch eigene Schiffstypen mit entwickelt – bestes Beispiel hierfür ist der TwinCruiser.
Auf diese Weise konnten den jeweiligen Reiseveranstaltern sowohl einzelne Bausteine, aber auch ein komplettes Programm angeboten werden. Zukünftig wird genau diese Dienstleistung das Kerngeschäft der Premicon bilden.
Alexander Nothegger zu den Hintergründen für die Neuausrichtung: „Gerade in den vergangenen zwei Jahren, die von intensiven Verhandlungen mit Veranstaltern jeglicher Größe – national und international – geprägt waren, haben wir eines erkannt: Viele Touristikunternehmer haben ein großes Fachwissen und sind sehr kreativ bei der Entwicklung ihrer Vermarktungsstrategien; alleine bei der Projektrealisierung besteht vielfach großer Bedarf an betriebswirtschaftlichem Know-how.“ Im Hause Premicon sind all diese Kompetenzen – durch die Platzierung von 20 Fonds und mit einer Flotte mit 25 Flussschiffen und einem Hochseekreuzer – vereint. Zudem ist die Zusammenarbeit mit weiteren starken Partnern geplant.
„Diesen Bereich werden wir weiter konsequent ausbauen“, fährt Alexander Nothegger fort. „Selbstverständlich werden wir auch weiterhin den Finanzmarkt genauestens beobachten und auch alternative Finanzierungsformen unter die Lupe nehmen; ein erneuter Einstieg – eventuell mit einem neuen Konzept ist keinesfalls ausgeschlossen. Uns war und ist immer wichtig, die Zeichen der Zeit zu erkennen, um gerade auch im Sinne unserer Gesellschafter verantwortungsvoll und wirtschaftlich zu agieren“, fasst Alexander Nothegger zusammen.
Die Premicon AG hat seit ihrer Gründung 1998 20 Fonds auf dem deutschen Kapitalmarkt aufgelegt, 14 davon im Bereich Flusskreuzschifffahrt, damit ist sie Marktführer in diesem Segment. Hinzu kommen zwei Fonds in der Hochseekreuz- und einer in der Containerschifffahrt, eine Hochsee-Reederei-Beteiligung, ein Biodiesel-Werk sowie ein Immobilienfonds mit zwei US-Einkaufscentern. Das Investitionsvolumen der Fonds beträgt insgesamt 719 Mio. Euro. Das Eigenkapitalvolumen in Höhe von 288 Mio. Euro verteilt sich auf rund 5.750 Anleger.
Die Premicon AG hat ihre Kompetenz neben der klassischen Finanzierung auf Dienstleistungen in der Schifffahrt und der Touristik konsequent ausgebaut. Dies beinhaltet neben der Planung und Baubegleitung der Schiffe auch deren eigentlichen Betrieb sowie komplette Dienstleistungspakete für Reiseveranstalter. Dieser Zweig wird ab 2013 intensiv ausgebaut und auf absehbare Zeit das Kerngeschäft darstellen. Die Auflage neuer Fonds ist vorerst nicht geplant.
Mit 25 Flusskreuzfahrtschiffen verfügt sie über die größte Flotte auf dem Fahrtgebiet Rhein, Main, Mosel und Donau.

