TUI Cruises unterstützt als Mitglied/Partner die Nationale LNG Initiative "Maritime LNG Plattform"

Heute wurde in Hamburg anlässlich eines Pressegesprächs im Hamburger Hafen die nationalen LNG Initiative „Maritime LNG Plattform“ vor-gestellt. Um LNG (Liquified Natural Gas) als umweltfreundlichen und sicheren Kraftstoff auch in Deutschland zu etablieren, wurde nach niederländischem Vorbild diese LNG Plattform von Industrieunternehmen, Reedereien, Häfen und Initiativen gegründet um als Dialog- aber auch Sparringpartner der Politik die erforderlichen Schritte zur Markteinführung von LNG aktiv mitzugestalten und voranzubringen.

TUI Cruises unterstützt die Plattform als Gründungsmitglied. Denn: Urlaub auf einem Kreuzfahrtschiff sind Fahrten in die Natur und Fahrten durch die Natur. Eines der zentralen Unternehmensziele von TUI Cruises ist es daher, die Umweltauswirkungen der Mein Schiff Flotte so gering wie möglich zu halten. Der derzeit in der Schiff-fahrt eingesetzte Treibstoff, Schweröl und Marinediesel, ist als fossiler Brennstoff eine endliche Ressource, bei dessen Verbrennung Schadstoffe entstehen. Eine Weiterentwicklung alternativer Technologien ist daher nicht nur aus um-welttechnischen Gründen, sondern auch aus wirtschaftlicher Sicht notwendig. „Wir sehen LNG als Treibstoff der Zukunft in der Schifffahrt und möchten uns bei der Gestaltung und Förderung einer entsprechenden Infrastruktur engagieren“, so Richard J. Vogel, CEO TUI Cruises.

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Die konkreten Ziele der Akteure wurden in einer Roadmap niedergelegt:

  • 50 zusätzliche Schiffe in 5 Jahren in deutschen Häfen mit LNG umgerüstet / neu eingesetzt
  • Mind. 5 Häfen in Deutschland, die in 5 Jahren die Versorgung mit LNG sicher-stellen
  • 250 mit LNG versorgte Hafenaufenthalte p.a., die wasserseitig mit LNG Land-strom versorgt werden innerhalb 3 Jahren
  • Dadurch konkrete Reduzierung der Emissionen von SOx, NOx, CO2 und Feinstaub

Prof. Freerk Meyer, Professor für Maschinenbau, Schiffsantriebe, Schiffsbetriebssysteme Fachbereich Seefahrt der HS Emden Leer erläuterte die Vorteile von LNG und hob die Sicherheit dieses saubereren Kraftstoffes hervor. „Wir haben uns in unseren Städten daran gewöhnt, dass die Mehrzahl der Haushalte durch Gasleitungen versorgt werden und dadurch einen erheblichen Beitrag zu saubereren Städten geleistet, LNG als herunter gekühlter Kraftstoff ist in der Anwendung noch sicherer und hat das Potential zu einer deutlichen Verbesserung der Luftqualität beizutragen“.

Mahinde Abeynaike, Geschäftsführer der Bomin Linde LNG GmbH & Co KG, und Vorsitzender der Maritimen LNG Plattform hob den branchenübergreifenden Ansatz der Plattform hervor: „Das Ziel, eine innovative und umweltfreundliche Technologie zu etablieren lässt sich nur gemeinsam erreichen. Der Umstand, dass sich in dieser Plattform einerseits Wettbewerber und andererseits Unternehmen auch außerhalb der maritimen Wirtschaft zusammengeschlossen haben, verdeutlicht diesen Ansatz, den Bomin Linde LNG ausdrücklich unterstützt“.

Dr. Tilmann Greiner, Senior Vice President MAN Diesel & Turbo SE PrimeServ, Ham-burg, stellv. Vorsitzender der Maritimen LNG Plattform hob die positiven Aus-wirkungen für die Umwelt hervor: „Im Vergleich zur herkömmlichen Dieselmotoren werden durch LNG die CO2 Emissionen um bis zu 30 Prozent, SOx (Schwefeldioxid) Emissionen und Feinstaub um fast 92 % und NOx (Stickstoffoxid) Emissionen um 90 % reduziert. Gerade die erhebliche Feinstaubbelastung durch Schiffe schädigt die Gesundheit der Anwohner Küsten und Hafenstädten“.

Dr. Peter Blauwhoff, Vorsitzender der Geschäftsführung der Shell Oil Deutschland GmbH begründete das Engagement seines Unternehmens wie folgt: „Die Entscheidung seitens Shell der „Maritimen LNG Plattform“ beizutreten, ist ein Be-kenntnis zu Erdgas als Option für einen sauberen und nachhaltigeren Kraftstoff im Transportsektor. Shell ist bereit und interessiert, sich stärker am Dialog rund um LNG als neuen Kraftstoff für Straßen- und Schiffsverkehr in Deutschland zu beteiligen.“

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Knut Gerdes, Abteilungsleiter nautisch-technische Inspektion stellte zwei LNG Pro-jekte der Reederei AG Ems vor, zum einen die aktuelle Umrüstung einer der Borkum Fähren sowie den Neubau einer der Helgolandfähren. Dabei hob er aber die Notwendigkeit flächendeckender Betankungsmöglichkeit mit LNG in allen deutschen Häfen hervor.
Zu diesem Zweck, so Ole von Beust, von der mit der Geschäftsführung der Plattform betreuten Ole von Beust Consulting GmbH & Co KG, organsiert die Plattform nach der Sommerpause einen Austausch aller deutschen Hafenstädte unter Beteiligung von Vertretern der Häfen in Oslo und Stockholm, da diese schon seit Jahren über umfangreiche Erfahrungen mit LNG verfügen.

Auch nahm er die Politik in die Verantwortung, neben der Schaffung von Rahmenbedingungen mit eigenem Vorbild voranzugehen. „Die Festschreibung von LNG im Koalitionsvertrag und die Berücksichtigung in der Mobilitäts – und Kraftstoffstrategie der Bundesregierung ist ein klares Signal. Dort wo die öffentliche Hand selbst für Schifffahrt verantwortlich ist, sollte sie auch selbst aktiv werden. Boote des Küstenschutzes, der Wasserschutzpolizei aber auch das Forschungsschiff des Bundes sollten mit LNG Antrieb ausgestattet werden, Neubauten gar nicht mehr ohne LNG Antriebstechnik in Auftrag gegeben werden“.

Gerrit van Tongeren, Generalsekretär der Nationalen LNG Plattform Niederlande stellte die erfolgreiche Arbeit der breit aufgestellten niederländischen LNG Platt-form vor und hob hervor, dass eine erfolgreiche Markteinführung von LNG und damit das Ziel saubererer Transportwege nur erreicht werden kann, wenn alle Beteiligten in der Wirtschaft an einem Strang ziehen und der Politik aus der Praxis heraus die Impulse geben, die zu Schaffung positiver Rahmenbedingungen erforderlich sind. Van Tongeren betonte weiter, dass die Zusammenarbeit auf europäischer Ebene erforderlich ist, weil per Definition grenzüberschreitende Verkehrs- und umweltpolitischen Ziele erfüllt werden. „Wir benötigen eine robuste europäische Infrastruktur für den Transport von ver-flüssigtem Erdgas durch Pipeline, LKW, Binnenfahrt und Seeschiffe. Deutschland und die Niederlande können gemeinschaftlich auftreten mit anderen westeuropäischen Ländern zu wichtigen Themen wie Sicherheit, Genehmigungen, technische Standards und Emissionsreduktion“.

Georg Ehrmann, in der Ole von Beust Consulting GmbH & Co KG für das Projekt verantwortlich und als Geschäftsführer der Maritimen LNG Plattform gem. § 30 BGB tätig, betonte abschließend die Notwendigkeit, weitere Mitglieder gerade auch aus der nicht maritimen Wirtschaft zum Mitmachen zu motivieren. „Die Verbraucher erwarten bei den Produkten immer mehr Nachhaltigkeit, setzen sich mit Umwelt- und Sozialstandards auseinander. Die Frage, wie die Waren nach Deutschland trans-portiert werden – ob weiterhin mit erheblicher Luftverschmutzung und den jüngst wieder nachgewiesenen erheblichen Gesundheitsschädigungen durch Feinstaub – oder mittels einer umweltfreundlichen Technik, die verfügbar ist, sollten auch die Anbieter von Konsumgütern in Deutschland aufgreifen und sich nach nie-derländischem Vorbild aktiv an der Markteinführung von LNG beteiligen – sie sind herzlich eingeladen, Mitglied der nationalen LNG Initiative zu werden“.

Unter www.lng-info.de und in der Anlage „Informationen zur Maritimen LNG Platt-form“ erhalten Sie weitergehende Informationen.

Hinweis: Dieser Beitrag stammt aus unserem Archiv der Pressemitteilungen der Kreuzfahrt-Anbieter - eine Überprüfung oder Bewertung der Inhalte durch cruisetricks.com findet nicht statt.
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