Hafenstadt Bremerhaven zeigt: So entsteht ein Schiff

Das Deutsche Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven bietet virtuellen Schiffsbau für Neugierige

Schiffe jeder Bauart und Größe sind das Lebenselixier Bremerhavens und eine der Hauptattraktionen Deutschlands einziger Nordsee-Großstadt. Das Deutsche Schifffahrtsmuseum zeigt Besuchern in einer interaktiven aktuellen Ausstellung, wie sie heute entstehen.

WERBUNG

Für die Wirtschaft sind Schiffe unentbehrliche Leistungsträger in einer vernetzten Welt, für die Menschen aber schwimmende Symbole für Fernweh und Romantik. Für Bremerhaven sind sie seit der Stadtgründung das Lebenselixier: Schiffbau, Fischfang, Auswanderung, Kreuz- und Ausflugsfahrten machen Deutschlands einzige Großstadt an der Nordsee zum Mekka der Schiffsspotter. Wie Schiffe heute gebaut werden, zeigt seit Anfang Oktober die virtuelle und interaktive Sonderausstellung „Steel and Bytes – Ein Schiff entsteht“ im Deutschen Schifffahrtsmuseum – mitten in den Hafenanlagen Bremerhavens.

Wäre die Weser nicht versandet, würde es Bremerhaven nicht geben: Weil große Schiffe nicht mehr nach Bremen fahren konnten, hatte sich die Hansestadt Anfang des 19. Jahrhunderts für den Bau einer neuen Hafens an der Mündung von Weser und Geeste in die Nordsee entschieden. Der schnelle Zugang zum offenen Meer ist bis heute das Markenzeichen Bremerhavens: Von den riesigen Containerschiffen an der längste Stromkaje Europas über Deutschlands berühmte Forschungsschiffe wie die „Polarstern“ bis zu großen und kleinen Segelschiffen aus ganz Europa sind die Hafenbecken für Schiffsliebhaber wie ein riesiger Catwalk. Autotransporter, Kreuzfahrtschiffe und Spezialschiffe für Offshore-Arbeiten füllen Werften und Liegeplätze, in den Becken der „Havenwelten“ mit Klimahaus und Deutschem Auswandererhaus tummeln sich hunderte Freizeitboote und Veteranendampfer mit einer großen Vergangenheit.

Mitten in diesem maritimen Getümmel liegt das Deutsche Schifffahrtmuseum, das seinen Besuchern trotz eines umfassenden Umbaus jetzt die Frage beantwortet, wie im 21. Jahrhundert ein modernes Frachtschiff Form annimmt. Die Sonderausstellung „Steel and Bytes – Ein Schiff entsteht“, die bis zum 8. März 2023 zu sehen ist, funktioniert wie eine gläserne Werft: Von der Idee bis zur Fertigstellung sind alle Stationen des 20-monatigen Bauprozesses am Beispiel der „Neuenfelde“ erlebbar. Gäste übernehmen für das Team auf der Werft und lösen mittels Joysticks, Handscanner und Schweißgerät Arbeitsvorgänge aus. Sie schauen diversen Mitarbeitenden via digitaler Anwendungen über die Schulter, bis das Schiff in See stechen kann.

Bremerhaven-Besucher mit Faible für die Seefahrt können auch standesgemäß übernachten: Die „Segelschulschiff Deutschland“, die im Neuen Hafen einen dauerhaften Liegeplatz gefunden hat, bietet authentische Übernachtungsmöglichkeiten in eigenen Kajüten. Wer sich als Schiffsführer fühlen möchte, kann sogar in der Kapitäns-Suite residieren, in der den Gästen für 175 Euro pro Nacht ein Salon, die Reederkammer mit einem Einzelbett, die Kapitänskammer mit einem Einzelbett und angrenzender Dusche und WC sowie ein Fernseher zur Verfügung stehen. Ein Sektfrühstück im Salon ist eingeschlossen.

Hinweis: Dieser Beitrag stammt aus unserem Archiv der Pressemitteilungen der Kreuzfahrt-Anbieter - eine Überprüfung oder Bewertung der Inhalte durch cruisetricks.com findet nicht statt.
WERBUNG