Neues aus der cruisetricks.de-Redaktion:

Loading RSS Feed

Havila Voyages auf historischer Fahrt mit Biogas

Am Sonntag legte die Havila Polaris in Bergen zur ersten klimaneutralen Fahrt entlang der Postschiffroute ab. An Bord befinden sich internationale Gäste, Medienvertreter und Menschen, die an der Küste leben und arbeiten.

Das Schiff wurde mit insgesamt 350 Kubikmetern Biogas für die 12-tägige Reise von Hammerfest nach Bergen und zurück betankt. Dieses Volumen reduziert die CO₂-Emissionen um mehr als 90 Prozent und zeigt, dass umweltfreundlicherer Schiffsverkehr bereits heute möglich ist.

Am Montag diskutierten Experten aus der maritimen Industrie, Umweltorganisationen, Energieversorger und Vertreter der Lokalpolitik in Møre und Romsdal, wie gemeinsame Ziele und Interessen zum Wohle des Klimas vereint werden können. Es besteht Einigkeit darüber, dass nun vorhersehbare politische Rahmenbedingungen erforderlich sind, um einen klimaneutralen Betrieb der Postschiffroute zu ermöglichen – und damit mehr Arbeitsplätze, mehr Kreislaufwirtschaft und eine bessere Lebensqualität entlang der Küste.

„Wir tragen Verantwortung für die Menschen und Gemeinden entlang unserer einzigartigen Küste. Und wir wissen, dass Biogas bereits eine wirksame Lösung ist, um die Postschiffroute mit sehr geringen Emissionen zu befahren, ohne dass wir technische Änderungen an unseren Schiffen vornehmen müssen. Um dies zu erreichen, müssen wir jedoch die zahlreichen Initiativen zum Ausbau und zur Bereitstellung der erforderlichen Infrastruktur vorantreiben“, sagt Bent Martini, Geschäftsführer von Havila Voyages.

Einigkeit entlang der Küste

Viele der Teilnehmer betonten, dass Technologie, Umweltbewusstsein und Wertschöpfung Hand in Hand gehen können. Biogas ermöglicht klimaneutralen Gütertransport, Reisen und Tourismus. Die Zukunft der zahlreichen Biogasprojekte hängt jedoch von staatlicher Unterstützung ab. Genau diese Projekte ermöglichen es sowohl der Wirtschaft als auch Reisenden, sich für nachhaltige Alternativen zu entscheiden.

„Wir sind sehr zufrieden, dass Havila Voyages sich für diese Maßnahmen entschieden hat und zeigt, dass ein nahezu emissionsfreier Betrieb entlang der Küstenroute möglich ist“, sagt Elise Caspersen, Fachreferentin für maritime Angelegenheiten bei der Umweltstiftung Zero.

„Unsere Politiker arbeiten nicht schnell genug. Wir haben viele gute Absichten gesehen, aber letztendlich haben sie einen Rückzieher gemacht und nicht die Regelungen umgesetzt, die sie für eine grünere Zukunft hätten umsetzen sollen.

Molgas Energy ist zusammen mit Barents Naturgass einer der beiden Biogaslieferanten für die historische Fahrt mit der Havila Polaris. Die erste Lieferung von 200 Kubikmetern erfolgte durch Barents Naturgass an Polarbase in Hammerfest am 26. November 2025, die restlichen 150 Kubikmeter wurden von Molgas Energy in Bergen am Sonntag, dem 30. November, geliefert. Bis Donnerstag, den 11. Dezember 2025, wird das Schiff mehr als 5.000 Kilometer entlang der Postschiffroute zurückgelegt haben – angetrieben von Biogas und Batterien.

„Wir sind der Meinung, dass Biogas eine der besten Alternativen ist, um erhebliche Emissionsreduktionen auf See zu erzielen. Diese Reduktionen können bereits heute erreicht werden, während wir gleichzeitig die Produktionskapazitäten weiter ausbauen müssen“, sagt Gunnar Helmen, Direktor für maritime Angelegenheiten bei Molgas Energy.

„Ein Unternehmen wie Havila Voyages mit so klaren Ambitionen und Plänen wird uns dazu bewegen, Lieferanten und Kooperationspartner zu finden, die die Produktion von Biogas in Norwegen ankurbeln können. Dennoch brauchen wir die Unterstützung der Behörden, um dies schnell genug auf den Weg zu bringen, und es ist eine große Chance für sie, einfache Entscheidungen zu treffen, die bereits jetzt eine große Wirkung haben werden.

An Plänen festhalten

Havila Voyages ist weiterhin der Meinung, dass strengere Umweltanforderungen in der nächsten Ausschreibungsperiode für die Küstenroute eine absolute Mindestanforderung sein sollten, und laut Bent Martini hat das Unternehmen keine Pläne, seine Ambitionen für die Zukunft zu ändern.

„Wenn man vorangehen will, muss man immer mit Unterstützung und Gegenwind rechnen. Aber die jüngsten Entwicklungen und Diskussionen haben gezeigt, dass der Wind jetzt aus einer anderen Richtung weht. Deshalb halten wir an unserem Ziel fest, die Küstenroute ab Ende 2028 mit allen vier Schiffen klimaneutral zu betreiben“, schließt er.

Hinweis: Dieser Beitrag stammt aus unserem Archiv der Pressemitteilungen der Kreuzfahrt-Anbieter - eine Überprüfung oder Bewertung der Inhalte durch cruisetricks.com findet nicht statt.