Wirtschaftsleistung der europäischen Kreuzfahrtbranche auf neuem Rekordhoch

Aktueller Branchenreport belegt entscheidenden Beitrag der Kreuzfahrtindustrie zum europäischen Tourismus · Wirtschaftsleistung der Kreuzfahrtbranche in Europa steigt um drei Prozent auf 37,9 Milliarden Euro; in Deutschland um 17 Prozent auf rund drei Milliarden Euro · Europaweit rund 11.500 neue Arbeitsplätze – 6.000 davon in Deutschland · 5,7 Millionen Kreuzfahrtpassagiere starteten aus europäischen Häfen · Europa ist mit 20 Neuaufträgen in den Büchern der Werften Zentrum des weltweiten Kreuzfahrtschiffbaus, wobei 6 Neubauten auf deutschen Werften gebaut werden.

Die europäische Kreuzfahrtbranche bleibt trotz der anhaltenden weltweiten Konjunkturschwäche und einer erneuten Rezession in Europa auf Wachstumskurs. Die heute vom europäischen Kreuzfahrtverband Cruise Lines International Association Europe (CLIA Europe) veröffentlichten Branchendaten [1] zeigen, dass der Gesamtbeitrag der globalen Kreuzfahrtbranche zur europäischen Wirtschaft im Jahr 2012 auf ein neues Rekordhoch von 37,9 Milliarden Euro (2011: 26,7 Milliarden Euro) gestiegen ist. Dies entspricht einem Wachstum von 31 Prozent seit 2007.

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Europäische Werften, in denen die meisten Kreuzfahrtschiffe gebaut werden, profitierten nach drei aufeinanderfolgenden Jahren mit Auftragsrückgängen wieder von steigenden Ausgaben der Kreuzfahrtgesellschaften für Neubauten sowie für Wartung und Reparatur. Nach aktuellem Stand werden die europäischen Werften im Zeitraum von 2013 bis 2016 20 neue Schiffe an Kreuzfahrtgesellschaften aus aller Welt liefern. Die neuen Schiffe verfügen insgesamt über mehr als 60.000 Betten und haben einen Gesamtwert von mehr als 10,5 Milliarden Euro.

Europa ist ein beliebtes Reiseziel für Kreuzfahrtpassagiere und Schiffe aus aller Welt, so dass erhebliche Tourismusinvestitionen und Ausgaben getätigt werden. Im vergangenen Jahr haben 5,7 Millionen Passagiere ihre Kreuzfahrten in einem europäischen Hafen begonnen – das sind 2,5 Prozent mehr als 2011. Von diesen Passagieren kamen 900.000 aus dem außereuropäischen Ausland.

Europaweit zählte die Kreuzfahrtbranche 2012 rund 327.000 Beschäftigte (2011: 315.500). Auf den europäischen Schiffbau, allen voran auf die Werften selbst, entfielen 46 Prozent der direkten Ausgaben der Kreuzfahrtbranche. Werften und Zulieferer stellten 23 Prozent der Beschäftigten, auf die 31 Prozent der direkten Vergütung entfielen. Der Kreuzfahrttourismus trägt damit dazu bei, dass Europa die Tourismusdestination Nummer Eins bleibt.

„Europa ist ein wesentlicher Teil unserer lebhaften, dynamischen und wachsenden globalen Kreuzfahrtbranche“, sagte Christine Duffy, Präsidentin und CEO von CLIA. „Jedes Jahr genießen über 20 Millionen Passagiere einen Kreuzfahrturlaub – eines der sichersten und eindrucksvollsten Urlaubserlebnisse mit einem der besten Preis-Leistungsverhältnisse überhaupt.“

„Trotz des weltweit schwierigen wirtschaftlichen Umfelds setzt die Kreuzfahrtbranche ihren steten Wachstumskurs fort. Die Zahl der Kreuzfahrturlauber in Europa hat sich in den vergangenen zehn Jahren mit über 5,7 Millionen Passagieren mehr als verdoppelt. Dabei haben europäische Kreuzfahrten knapp eine Million Urlauber außerhalb Europas angezogen. Die Kreuzfahrtbranche schafft neue Arbeitsplätze, die Zahl der Beschäftigten ist 2012 europaweit von 315.500 auf rund 327.000 gestiegen. Diese beeindruckenden Zahlen belegen eindeutig die soziale und wirtschaftliche Bedeutung der Kreuzfahrtbranche für Europa“, sagte Manfredi Lefebvre d’Ovidio, Präsident von CLIA Europe.

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„Kreuzfahrten werden auch in Deutschland immer beliebter. 1,5 Millionen Urlauber haben hierzulande 2012 eine Kreuzfahrt gebucht – das sind elf Prozent mehr als im Vorjahr. Damit ist Deutschland nach Großbritannien der zweitgrößte Kreuzfahrtmarkt in Europa. Mit diesem positiven Wachstum liefert unsere Branche einen erheblichen Beitrag zur Wirtschaftsleistung. Mehr als 6.000 von europaweit rund 11.500 neuen Arbeitsplätzen wurden im vergangenen Jahr alleine in Deutschland geschaffen. Insgesamt generiert Deutschland 14 Prozent der Arbeitsplätze in der europäischen Kreuzfahrtbranche. Darauf sind wir sehr stolz“, sagte Michael Ungerer, Vorsitzender von CLIA Deutschland.

Der Beitrag der Kreuzfahrtindustrie zur deutschen Wirtschaft ist im vergangenen Jahr um 17 Prozent auf rund 3 Milliarden Euro gestiegen. Im europäischen Vergleich liegt Deutschland damit hinter Italien mit 4,5 Milliarden Euro auf Platz zwei. Im europäischen Kreuzfahrtschiffbau liegt Deutschland, gemessen an Neubauten von Kreuzfahrtschiffen, ebenfalls an zweiter Stelle. Deutsche Werften haben derzeit sechs Kreuzfahrtschiffe im Gesamtwert von 3,8 Milliarden Euro in den Auftragsbüchern (Platz 1: Italien mit neun Neubauten).

[1] Der Bericht, der den Beitrag der Kreuzfahrtbranche zur europäischen Wirtschaft umfassend untersucht, wurde am 25. Juni 2013 auf der Jahreskonferenz der CLIA Europe in Brüssel veröffentlicht. Der vollständige Bericht ist unter erhältlich.

Hinweis: Dieser Beitrag stammt aus unserem Archiv der Pressemitteilungen der Kreuzfahrt-Anbieter - eine Überprüfung oder Bewertung der Inhalte durch cruisetricks.com findet nicht statt.
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